Hereinspaziert in unseren Obstgarten

Fasziniert waren die Krippenkinder der roten Gruppe von dem Gesellschaftsspiel „Erster Obstgarten“ von Haba. Täglich wollten sie es mehrmals spielen, weshalb wir dieses Interesse zum Anlass nahmen, mehr in die Welt eines Obstgartens einzutauchen.

Wir waren sehr kreativ und jeden Tag wurde unser Gruppenraum Stück für Stück mehr zu einem Obstgarten: Natürlich durfte hierfür der Obstbaum nicht fehlen und die Kinder schnitten fleißig die verschiedenen Obstsorten aus Tonpapier aus und befestigten ein Stück Klett daran, sodass wir immer wieder die Obstsorten an den Baum hängen und natürlich wieder ernten konnten. Das ging spielend leicht und machte obendrein noch viel Spaß. Im Obstkörbchen landeten aber auch anders lustig geformtes Obst: Luftballons in den Farben des Obstes wurden mit unterschiedlichen Materialien von den Kindern befüllt und regten zum Tasten und Fühlen an. Auch an den Fenstern wuchs plötzlich wunderschönes Obst, gestaltet mit Transparentpapier und Kleister.

Ergänzt wurde unser Obstgarten-Zimmer mit einem großen Würfel, Teppichfließen markierten den Weg, ein grünes Tuch wurde zur Obstgartenwiese und mit einer umfunktionierten schwarzen Mütze konnten sich die Kinder geschwind zum Raben verkleiden. So spielten wir jeden Tag das Spiel nicht nur als Gesellschaftsspiel, sondern auch in unserem Mittagskreis mit allen Kindern und natürlich dem Raben. Abschließend sangen wir immer das Lied: „Ich hol´ mir eine Leiter und stell sie an den Apfelbaum“.

Mit allen Sinnen entdeckten wir die Obstsorten aus dem Spiel: roter und grüner Apfel, die Pflaume und die Birne. Wie fühlt sich der Apfel an? Wie riecht die Birne? Wie sehen die Obstsorten von innen aus? Und vor allem, wie genau schmecken sie?

Auch die Turnstunde wurde phantasievoll in einen Obstgarten verwandelt und die Kinder durften das geerntete Obst vom Obstbaum zum Obstkörbchen transportieren. Der Weg führte sie über einen Bewegungsparcour, z.B durch einen Tunnel, über eine Brücke, über einem Berg usw. Aber wehe, wehe, wenn der Rabe trommelnd angeflogen kam, dann liefen alle Helferlein flink zum Obstbaum, um das Obst dort zu beschützen. Was für ein Gewusel und was für ein Spaß! Oft hatte der Rabe aber Glück und bekam von den Kindern ein Stück Obst angeboten, er soll ja nicht hungern. Teilen können bereits die Kleinsten.

Wir können euch Kindern viel vom Obstgarten erzählen, spielen, basteln, Bücher schauen….

Aber den Herbstwind in den Haaren zu spüren, das nasse Gras zu riechen und in frische Äpfel zu beißen, die Raben zu hören und zu sehen, ist so ein besonderes Erlebnis, bereichert all unsere Sinne und lässt unser Herz höher schlagen. Was für ein wunderschöner Tag mit euch auf der Obstwiese in Piesbach.

Unser Obstgarten- Abenteuer krönten wir mit einem Fest und backten zu diesem Anlass mit den frisch in Piesbach geernteten Äpfeln einen Apfelcrumble und pressten Saft. Gut gestärkt flog der Rabe ein letztes Mal durch den Obstgarten in der Turnhalle und ein letztes Mal halfen die Kinder bei der Obsternte.

Wirklich zum letzten Mal???

Manchmal, wenn es draußen stürmt und die Herbstblätter umher gewirbelt werden, sehen wir einen kleinen schwarzen Raben am Himmel kreisen und winken ihm zu.

Ein großer Dank

  • an alle Akteure -Groß und Klein- für eure Begeisterung und eure Phantasie,
  • für die Fahrt mit dem Partybus (O-Ton eines Kindes zum Kita Kinderland- Bus)
  • und für all die schönen Momente in unserem Obstgarten- Zimmer.

Geschrieben stellvertretend für alle Kinder und Erzieherinnen der roten Gruppe

Petra Hiebert

Obstgarten

   

Ansprechpartner

   

Daten & Fakten

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Campus II
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